Camminare (i benefici)
Die jüngsten – neuen – Fördermaßnahmen der Autonomen Provinz lassen aufhorchen: In den Genuss von finanzieller Unterstützung aus dem öffentlichen Säckel kommen demzufolge künftig die so genannten „Tante Emma“-Läden draußen auf dem Lande (oder auch: „Nahversorgung“… immer diese hässlichen, sterilen Wortschöpfungen…), sowie Arbeitgeber, die „hoch qualifizierte MitarbeiterInnen“ einstellen. In diesem letzteren Zusammenhang finde ich besonders…
Unser Plan war ja ursprünglich der gewesen, in Herbergen zu übernachten, größtenteils zumindest. Es ist ja diese auch eine Kostenfrage, nicht wahr, bei einer vier- bis fünfwöchigen Reise. Unter „Herbergen“ stellte ich mir Jugendherbergen vor, und hatte kein Problem damit, außer vielleicht die Sorge, ob ich nicht schon zu alt dafür sei. Meine Tochter beruhigte mich, es dürften da auch alte Leute rein, wenn…
Es muss in Fiorenzuola d’Arda gewesen sein, ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr genau, wie wir dahin gekommen sind, aber ich erinnere mich sehr gut daran, wie wir das Städtchen am nächsten Morgen – war es Sonntag? – wieder verließen. Es war noch recht früh, irgendwie glaube ich, war alles grau in grau, und wir…
Als ich mir die Via Francigena als unsere Route rausguckte, verschwendete ich nicht den geringsten Gedanken daran, dass dieser Weg ja – eigentlich – ein Pilgerweg ist. Er passte, wie ich ja im Übrigen schon mal gesagt habe, perfekt in unser Bedürfnis-Schema, und er bot sowohl Struktur – in Sinne klar definierter Tagesetappen -, als…
Ich fange jetzt einfach mal an. Die Eindrücke – wohl zu viele, über einen zu kurzen Zeitraum – fühlen sich immer noch an wie ein dicker Klumpen irgendwo in meinem Inneren, und irgendwie wiegt der Klumpen erstaunlich schwer. Manchmal kommt mir das alles – also dass meine Tochter und ich in einem Monat mehr als…
Ich habe das ja bei anderer Gelegenheit schon einmal gesagt: Ich bin es gewohnt, zu grüßen – selbstverständlich auch Fremde, wenn die Situation, in der ich diesen begegne eine ist, die ein „Übersehen“ nicht zulässt, bzw. Augenkontakt fast unausweichlich ist, und alles andere als ein freundlicher Gruß als Unhöflichkeit aufgefasst werden müsste/könnte. Ich erwarte mir dann auch,…
Als ich heute auf der Völser Straße so vor mich hin fuhr, dachte ich daran, wie wir letztes Jahr um etwa diese Jahreszeit, minus vielleicht 1,5 Monate, eine sehr ähnliche Straße hoch gelaufen waren, meine Tochter und ich. Ich hatte einen 16-kg-Rucksack im Handgepäck, Katerina schleppte etwa zwei oder drei Kilo weniger mit sich rum….
Schon interessant, wie schwierig es immer noch ist – nach doch bald drei Monaten – die vielen Eindrücke auf eine Reihe zu kriegen, Ordnung zu schaffen in all dem Neuen und dem Vielen, das wir gesehen und erlebt haben. Irgendwie scheint das Ganze noch immer lieber in den Tiefen meines Bewusstseins ruhen zu wollen, um vielleicht irgendwann und irgendwie…
Die Füße sind bei größeren Wanderungen das wichtigste Reiseutensil, und verdienen dementsprechend ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit. Zu einem Punkt aber kann ich beruhigen: Blasen sind keineswegs zwingend. Ich zum Beispiel hatte keine einzige, Katerina umso mehr. Will sagen: Es gibt nichts, was für alle gleichermaßen Gültigkeit hätte.